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HAUPTLEHRGANG MODUL IV 
 
                         

                                    B.   SYSTEMISCHE THERAPIE UND BERATUNG

 

 

Modul III - B baut auf Modul III - A direkt auf.

 

Näheres zu Umfang, Dauer, Zielen und Struktur siehe

                    Einführung unter "Systemische Beratung Modul III".

 

 

 

Teilnahmevoraussetzungen für den Hauptlehrgang Modul IV - B
 

      

  • Hochschulabschluss mit humanwissenschaftlicher Ausrichtung (Bachelor, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller Universitäten, Fachhochschulen und dualen Hochschulen  und einschlägige Praxiserfahrungen                                                                                                                                                 oder
    ein qualifizierter Berufsabschluss und Praxiserfahrung im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen  Bereich, z.B. in der Arbeit mit Einzelnen, Familien, Gruppen und
    zusätzlich eine abgeschlossene beraterische oder therapeutische Aus-/Weiterbildung                                          im Umfang von mindestens 200 UE -
    dazu zählt  die Teilnahme an den Modulen I und II Grundlagen und Selbsterfahrung, und                               Modul III mit Abschluss A  -                                                                                                                      oder                                                                                                                                                                                          ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich`(mind. 3-j. Berufsausbildung) und mind. 3-j. beraterisch-therapeutische Berufstätigkeit im klinischen Kontext oder im Bereich Therapie/ Familientherapie
  • Angaben über bisherige Selbsterfahrung oder Eigentherapie.
  • Angaben über Vorbildung und Erfahrung in einer Methode der Einzel- und/oder Gruppentherapie        (möglichst 30 UE ) z.B. Gestalttherapie, Transaktionsanalyse, Gesprächspsychotherapie, Psychoanalyse, Psychodrama, Verhaltenstherapie
  • Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung systemischer Therapie/Familientherapie z.B. Arbeit mit Paaren, Familien und/oder anderen Systemen während der Weiterbildung

 Quereinstieg ist auf Antrag möglich.

 

 

Inhalte  für Modul III   Abschluss B. Systemische Therapie und Beratung 

 

  •  

Die Fortbildungsveranstaltungen garantieren insgesamt Theorie und Methodik, Selbsterfahrung, Praktische Arbeit, Supervision und Literaturbearbeitung unter Anleitung in ausgewogenem Verhältnis.. 

 

 

Fachseminare           

 

In jedem Fachseminar werden Theorie und Methodik in Übungen und Rollenspielen mit Videoarbeit sowie Fallbearbeitung unter Supervision durchgeführt. In Selbsterfahrungseinheiten werden das eigene  Hintergrundsspektrum sowie die aktuellen Lebens- und Berufssituationen in Beziehung gesetzt.  

Nachfolgend am Ende von Fachseminaren angegebene Supervisionstage können nach Bedarf auch als Einzelsupervisionstage an einem von der Fortbildungsgruppe gewählten Termin und Ort ersetzt werden.

 

    1.    Das Erstinterview  5 Tage / 50 UE 

Die TeilnehmerInnen lernen ein Erstgespräch aufzubauen und zu allen Klienten einen guten Kontakt     herzustellen. Mit ihnen gestalten sie über Auftragsklärung, Indikation und systemische Diagnostik einen Behandlungsplan. Sie lernen Resourcen-orientiert zu arbeiten und die Selbstverantwortung und Kreativität der Klienten zu fördern. Zum Abschluss sichern sie das Erarbeitete z.B. in einem Kontrakt. Die Seminardurchführung beinhaltet 10 UE Supervision.

 
     2.    Der Prozeß 4 Tage / 40 UE
Hauptthemen sind: Die ethische Grundhaltung, der  Prozeß des Gleichgewichts und der Veränderung,  Entwicklungs- und Lösungsorientierung. Die Teilnehmer erlernen systemische   Interventionsmöglichkeiten in unterschiedlichen Klientensystemen z.B. wenn ein Kind als Symptomträger vorgestellt wird, Ein-Elternfamilien, Paare, bei Trennung und Scheidung, bei Migrationshintergrund. 
Der vierte Tag kann durch einen  Einzelsupervisionstag ersetzt werden.
 
     3.    Die Verlaufsführung   4 Tage / 40 UE
Inhalte: Phasen eines Beratungs-/Therapieprozesses. Planungsüberprüfung. Verlaufsführung und Kontrolle unter Anwendung des Strategiemodells. Auswertung des therapeutischen Systems.  
Umgang mit Teil- und Subsystemen. Weiteres Training erfolgt in Rollenspielen mit Videoaufnahmen und schließt mit einem Tag Supervision ab. - Der vierte Tag soll der Supervision vorbehalten werden.
 
     4.     Die Gesamtbehandlung 4 Tage / 40 UE
Die Fachkraft nützt sich als Instrument innerhalb und zur Fortführung oder Klärung von kritischen Situationen. Weitere systemische Techniken werden geübt z.B. Aufstellungs- und Skulpturarbeit. Unter Einbezug der Mehrgenerationsperspektive und sozialer Umgebungssysteme werden weitere Resourcen geöffnet. - Der  letzte Tag ist für Life-, Video- und Audio-Supervisionen vorgesehen. 
 
     5.    Standortbestimmung   4 Tage /40 UE
Themen  sind: Reflexion und Weiterentwicklung der Berater- und Therapeutenpersönlichkeit . Übertragung und Gegenübertragung.  Eigene Stärken und individueller Stil. Standortbestimmungen. Der Umgang mit Rückschlägen und Abbruch. Vernetzung und Kooperation zwischen verschiedenen Institutionen. Vorbereitung der Zeit nach Abschluss des Kontaktes/Falles. Abschluss.  Nachkontrolle. 
- Im Anschluss 1 Tag Supervision.
 
     6.     Systemische Therapie   4 Tage /40 UE
Die Teilnehmer üben erweiterte Diagnostik und systemtherapeutische Zugangsweisen für Klientensysteme mit langandauernder oder spezieller Symptomatik, besondere Konstellationen. Wie wird die psychische, psychosomatische, körperliche Symptomatik oder sonstige Problematik erklärt? Welche Verarbeitungs- und Bewältigungsformen werden genutzt, welche Ressourcen und Lösungskompetenzen können entwickelt werden? - Im Anschluss 1 Tag Life-Supervisionen.
 
     7.      Weiterentwicklungen im systemischen Feld 3 Tage /30 UE
Krisenintervention. Therapeutisch induzierte Kriese. Traumatherapie und posttraumatische Belastungsstörungen. Andere familien- und systemtherapeutische Modelle und Vergleiche.
 
 

Seminar: Selbsterfahrung II für Abschluss Systemische Therapie und Beratung 5 Tage /50 UE

 

Weitere Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie sowie der aktuellen Lebens- und Berufssituation.

Dieses Selbsterfahrungsseminar bietet gleichzeitig Gelegenheit zum Kennenlernen der Grundprinzipien der Gestalttherapie, deren Arbeitsformen, Techniken, deren Varianten je nach Diagnose und persönlichen Bedürfnissen.

Die Gestalttherapie setzt direkt das authentische Erfahren in unterschiedlicher Tiefung ein, basiert auf Bewusstheit und Kontakt. Sie eignet sich insbesondere für Einzelarbeiten mit Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen - auch im Beisein der Angehörigen - wie in einer Gruppe.

 

 

 

Therapeutische Praxis

 

Fortbildungsteilnehmende führen (bis spätestens zwei Jahre nach Beendigung) innerhalb Modul III  insgesamt mindestens 200 Beratungs- und Therapiestunden unter begleitender Supervision durch.

 

 

 

Supervision für Therapieabschluss

 

Die Supervision mit Supervisor beträgt im Gesamtcurriculum Abschluss B mindestens 150 UE, davon ist

etwa die Hälfte innerhalb der Seminare integriert.

Der Rest findet im Anschluss eines 3-tätigen Seminars oder an frei geplanten Supervisionstagen statt.

Bei Seminar-Anschlusstagen erhalten die Teilnehmenden die Entscheidungsfreiheit für Darum und Ort der

endgültigen Durchführung.

 

Innerhalb des Curriculums Systemische Therapie und Beratung führt jeder Teilnehmende mindestens 1  Life-Sitzung und bearbeitet  2  Arbeitssitzungen (mit Exzerpt aus Video- oder Audioaufnahmen) in den Fachseminaren oder an Supervisionstagen.
 
Für den Gesamtabschluss Systemische Therapie und Beratung sind 4 ausführlich dokumentierte abgeschlossene therapeutische und Beratungs-Prozesse nachzuweisen, von denen einer mindestens 10 Sitzungen umfasst.  
 
 
 Peergruppensupervision

 

Die Intervision der Lehrgangsteilnehmer findet in Peergruppen statt.
Ziel der Peergruppenintervision ist die Erarbeitung der und die Auseinandersetzung
mit den Inhalten der Fortbildung, das selbständige Einüben im Rollenspiel,
Reflektieren der familientherapeutischen Vorgehensweisen und Fälle der Teilnehmer/innen,
sowie die Erarbeitung der einschlägigen Literatur.
Die Treffen der Peergruppe erfolgen eigenverantwortlich und nach Bedarf. Sie umfassen

mindestens 100 UE Intervision.  Ein Intervisionstag ist im Studienbuch und im

Nachweisblatt über die anwesenden TeilnehmerInnen einzutragen. Er sollte 4 oder mehr Zeitstunden betragen und ist mit Stundenzahl und nach Inhalten aufgeschlüsselt zu protokollieren.

 

 

Literaturstudium
 

das Literaturstudium ist mit  85 UE über den Gesamtrahmen von Modul III veranschlagt . Theorie und Methodik wird anhand der Literatur mit ca. 40 UE unter Anleitung der Lehrenden erarbeitet.

 

 

Studiennachweis

 

Innerhalb der Fortbildung führen TeilnehmerInnen ein Studienbuch. Sie registrieren und
dokumentieren ihre durchgeführte familien- und systemtherapeutische Arbeit mit Familien, Paaren u.a.
Systemen während ihrer Fortbildungszeit, sowie das Studium von Theorie und Literatur.

 

 

Abschluss

 

Die Teilnahme an der berufsbegleitenden Fortbildung in Familientherapie, systemischer Therapie und Beratung

wird mit einer

Abschlußarbeit mit Gesamtauswertung über einen abgeschlossenen Fall, zwei Fallgutachten und einem Colloquium beendet. - Im direkten Anschluss aufbauend auf Modul III A. Systemische Beratung ist nur ein Colloquium

            zu absolvieren.

 
ZERTIFIKATE mit inhaltlicher Aufschlüsselung nach den geltenden Bestimmungen werden von FAMILIENTHERAPIE ZENTRAL gGmbH ausgestellt.

 

Bei Wunsch nach Anerkennung durch den Dachverband DGSF können Mitglieder einen Antrag

zur Dachverbandsanerkennung als Systemische/r Therapeut-In und Berater-In DGSF stellen.

Die DGSF stellt auf Antrag ebenso Anerkennungen nach den Bestimmungen des

Dachverbandes DGfB für Beratung aus.

 

 

Anmerkungen und Fördermöglichkeiten

Das in Modul III A und B dargestellte Gesamtcurriculum ermöglicht beide Abschlüsse, angepaßt an die Richtlinien des Dachverbandes  DGSF.  Der Gesamtumfang der Abschlüsse beinhaltet die Module I Grundlagen und II Selbsterfahrung. Der Beraterabschluss ist im Therapieabschluss integriert. 

 

Gegenwärtig (2014/15) sind je nach Bundesland verschiedene Fördermöglichkeiten gegeben, jeweils an bestimmte Bedingungen und Einkommen gekoppelt. - Näheres auf Anfrage soweit uns jeweils bekannt.